| Auf Jamaika wurden in den letzten 45 Jahren mehr als 100.000 Longplayer produziert - 45’er nicht mit eingerechnet. Der Musikmarkt der Insel zählt damit zu den produktivsten der Welt. Doch auch in anderen Ländern wird Reggae, incl. den angrenzenden Bereichen Dub, NeoDub u.ä., bis heute produziert. So genießt die Musik in England ein hohes Ansehen, wo Produzenten wie Mad Professor (Macka B, Lee „Scratch" Perry etc.), Adrian Sherwood (Dub Syndicate, Bim Sherman und der Rest der On-U Sound-Crew) und Nick Manasseh (Earl 16) interessante Veröffentlichungen auf den Markt bringen. Als weitere Hochburg außerhalb Jamaikas gilt New York und dort insbesondere der Kreis um Bill Laswell. Hierzulande kann von Hochburgen kaum oder leider nicht mehr gesprochen werden. Wenn überhaupt, tut sich Hamburg hervor, wo die Di Iries (haben sich mittlerweile aufgelöst), das Dub me Ruff System u.a. erstklassige Aufnahmen in ihren Sound Navigator Studios produzieren. Interessante Veröffentlichungen kommen auch aus Hannover (The Vision, Ras Command). Ansonsten muß mensch schon genau hinhören! |
Irie Ites will jeden Donnerstag Licht in den Wust der Reggae-Sphären und der angrenzenden Bereiche bringen. Neben alten Aufnahmen von z.B. Prince Far-I, Lee Perry, Culture, Horace Andy und King Tubby sind dort auch neuere Produktionen zu hören - Das Spektrum reicht von Ska über Roots, Dancehall, Loversrock bis hin zum NeoDub und manchmal auch darüber hinaus! Dabei dürfte jedem Hörer und jeder Hörerin deutlich werden, wie weit die Einflüsse auf andere Musikstile und Produktionsweisen bis heute reichen. Für die, die sich ausführlicher mit dem Bereich Reggae auseinander setzen wollen, seien an dieser Stelle zwei Bücher empfohlen:
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René Wynands: „Do the Reggay!", Serie Musik, Verlag Piper, München 1995 (ist sehr spannend zu lesen!)
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Steve Barrow/Peter Dalton: „Reggae" - the Rough Guide, Verlag Penguin, London 1997 (mehr als 1000 CD/LP-Empfehlungen sowie Hintergrundtexte) |